Wildes Plakatieren mit Wildtieren: Moskauer Zirkus

Wildes Plakatieren mit Wildtieren

Der „Moskau Circus“ kommt nach Bielefeld. Anscheinend bringt der Zirkus auch Tiger mit.

In Bielefeld haben wir eigentlich ein Verbot für Zirkusse mit Wildtieren beschlossen. Dieser Beschluss wurde leider vom Gericht gekippt. Das ist bedauerlich, aber erst einmal nicht zu ändern. Aus Schleswig-Holstein wird anscheinend derzeit ein vierter Anlauf unternommen, um über den Bundesrat ein allgemeingültiges deutschlandweites Verbot zu erreichen.

Nun können wir nichts dagegen tun, dass der Zirkus mit seinen Tigern nach Bielefeld kommt. Man kann sich aber darüber ärgern, dass nicht nur Wildtiere mitgebracht werden, sondern der kommerzielle Wirtschaftsbetrieb sein Gastspiel mit wildem Plakatieren bewirbt. Weiterlesen

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Paket zur Bekämpfung der Armut – Ideen für eine solidarische Stadtgesellschaft

Die Paprika-Koalition stellt 5.200.000 Euro zur Bekämpfung der Armut bereit. Hier unsere Ideen für eine solidarische Stadtgesellschaft. Wir bleiben weiter dran. Weiterlesen

Pressemitteilung der Ratsgruppe Bürgernähe/PIRATEN zum Thema „Aufnahme von aus Seenot geretteter geflüchteter Menschen in Bielefeld“

Pressemitteilung der Ratsgruppe Bürgernähe/PIRATEN zum Thema „Aufnahme von aus Seenot geretteter geflüchteter Menschen in Bielefeld“

 

Die Ratsgruppe Bürgernähe/PIRATEN unterstützt uneingeschränkt den Vorschlag des Oberbürgermeisters, dass die Stadt Bielefeld aus Seenot gerettete Menschen, die auf der Flucht sind, aufnimmt. Den Fokus auf minderjährige Geflüchtete zu legen, ist unserer Ansicht ebenfalls völlig richtig, da Bielefeld sowohl die hauptamtlichen Ressourcen und Kompetenzen für diese spezielle Zielgruppe hat, als auch eine breite ehrenamtliche Unterstützung aus der Bevölkerung erwarten kann. Viele tausend Menschen engagieren sich in unserer Stadt freiwillig in der Flüchtlingshilfe, weil sie humanitäre Fragestellungen über finanzielles und politisches Kalkül stellen.

Aus verschiedenen Kreisen der Politik kommt Kritik. Michael Gugat, Ratsmitglied dazu: „Der OB macht einen Vorschlag, den er im Rat abstimmen lässt. Das ist ein ganz normaler Vorgang. Niemand, der regelmäßig Zeitung liest, kann von einem solchen Vorschlag zum Thema überrascht sein. In der Paprikakoalition sprechen wir seit Januar 2018 über das grundsätzliche Thema. Hätte der OB diesen Vorschlag nicht gemacht, hätten wir einen entsprechenden Antrag gestellt.“

Christian Heißenberg, Ratsmitglied: „Wir erwarten eine breite Mehrheit im Rat für den Vorschlag. Die unklare und dadurch oft unmenschliche Asylpolitik auf Bundes- und Europaebene fordert gerade die Kommunen dazu auf, das pragmatische humanitäre Heft des Handelns in die Hand zu nehmen.“

Zirkus Charles Knie kommt mit Wildtieren nach Bielefeld

Zirkus Charles Knie kommt mit Wildtieren nach Bielefeld

Mein Fazit vorab:

„Der Zirkus Charles Knie hat sich per Gerichtsentscheid über den demokratischen Beschluss des Stadtrates hinweggesetzt, nachdem in Bielefeld keine Zirkusbetriebe mit Wildtiere auftreten dürfen.

Die achtzehn Jahre alten Empfehlungen hinsichtlich der Haltung von Tieren in Zirkussen müssen überarbeitet werden.  Die erforderliche Käfiggröße von  12qm für 1-2 Tiger oder Löwen sind viel zu wenig, 50 qm Außenfläche für bis zu 5 Tiere ist nicht artgerecht.

Es findet zudem keine ausdrückliche sicherheitstechnische  Überprüfung der Gehege statt. Angesichts der Vielzahl von mitunter tödlichen Unfällen mit ausgebrochenen Tieren ist das ein nicht hinnehmbarer Zustand und eine in Kauf genommene Gefährdung der Tiere und der Bevölkerung.

Wildtiere sollten nicht zur Bespaßung von Menschen durch die Gegend gekarrt werden. Unfälle und Angriffe durch Wildtiere auf die Dompteure in der Manege können zur Traumatisierung von Kindern führen.“

Der Zirkus Charles Knie hat ein kurzes Gastspiel auf seiner aktuellen Tournee in Bielefeld. Dabei bringt er auch eine ganze Reihe von Wildtieren mit.

Nach Aussage auf der Zirkus-Homepage werden „rund 100 Tiere 30 verschiedener Arten“ mitgeführt. Dazu gibt es die Raubtiershow mit Löwen und Tigern.

Der Rat der Stadt Bielefeld hat eigentlich ein Auftrittsverbot von Zirkussen mit Wildtieren beschlossen. (https://stadtratereigugat.wordpress.com/2016/11/18/pudel-im-stadtrat-wildtiere-im-zirkus/). Der Zirkus Charles Knie hat dagegen geklagt und Recht bekommen, da  ein kommunales Verbot gegen die bundesgesetzliche Regelung zur „freien Berufsausübung“  verstößt. Politisch können wir auf städtischer Ebene leider nicht mehr viel machen, die Bundespolitik ist nun am Zug.

In der Sitzung des zuständigen Sozial- und Gesundheitsausschusses am Dienstag, den 19.06.2018, stelle ich eine Anfrage zum Auftritt des Zirkus (Antworten darunter verlinkt):

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Rassismus in der Zentralen Ausländerbehörde

Vorbemerkung: Ich bin ausdrücklich nicht der Überzeugung, dass die Bielefelder Stadtverwaltung eine rassistische Grundstruktur hat.  Gleichwohl gibt es durchaus Rassismus und es gibt zum Teil Strukturen, die mindestens als menschenunfreundlich zu bezeichnen sind.

Worum geht es?

  • In der Zentralen Ausländerbehörde (ZAB) Bielefeld wurde ein Mitarbeiter mit schwarzer Hautfarbe von einer Vorgesetzten mit weißer Hautfarbe rassistisch diskriminiert
  • Seit 2016 gab es damit inklusive diesem drei öffentlich gewordene Vorfälle, die alle den Bereichen Menschenverachtung und/oder Rassismus zuzuordnen sind:
    • Im Sommer 2016 machte die Zentrale Ausländerbehörde bundesweit Schlagzeilen. An der Pforte war auf einem Schild zu lesen: „Wer hier meckert, wird erschossen!“
    • Bild Meckern
    • Quelle: Screenshot nw.de
    • Im Herbst 2016 wurde in der ZAB ein zweites Schild beanstandet. Über einer nummerierten Handgranate war zu lesen: „Beschwerdeabteilung, bitte Nummer ziehen“.
    • Bild Beschwerdeabteilung
    • Quelle: Screenshot nw.de
  • Die Stadtverwaltung (Oberbürgermeister) verkündet in einem Statement zum aktuellen Fall, dass sie den Vorfall bedauert und es in keiner Form den Tatsachen entspricht, dass fremdenfeindliche und rassistische Äußerungen und/oder Handlungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter üblich oder vielleicht sogar geduldet sind
  • Die Stadtverwaltung präzisiert in einer fünfseitigen Infovorlage ihre Auffassung, dass sie keine Hinweise für ein möglicherweise diskriminierendes Verhalten von Führungskräften oder Mitarbeitern hat. Es gibt für die Stadtverwaltung auch keine Hinweise auf eine rassistische Grundhaltung einzelner Vorgesetzter oder Mitarbeiter.

In den letzten Wochen nach Bekanntwerden des aktuellen Vorfalls meldeten sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen der Stadtverwaltung, Organisationen der Geflüchtetenhilfe und einzelne ehrenamtlich wirkende Privatpersonen bei mir und schilderten mir eine Vielzahl von rassistischen und menschenverachtenden Vorfällen, Ereignissen, Zitaten und Strukturen.

Mein Fazit: